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Wie kann ich mich professionell bewerben?

Ein Gastbeitrag von Experten, die sich jeden Tag mit dem Schreiben von Bewerbungen befassen.
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Jeder kennt es: Man sitzt vor seiner Bewerbung und weiß nicht, wo angefangen werden soll. Welche Formulierungen sind die Richtigen? Wie schaffe ich meinen eigenen Unique-Selling-Point? Wie baue ich meinen Lebenslauf auf? Und zum Ende hin: Habe ich auch nichts vergessen?
Um euch bei all diesen Fragen bezüglich der Bewerbung zu helfen, haben wir euch 10 Tipps für eine professionelle Bewerbung zusammengestellt. So überzeugt ihr die Personalabteilung eures zukünftigen Arbeitsgebers garantiert mit eurer Bewerbungsmappe.

1. Rechtschreibung

Jedem ist klar, dass in der Bewerbung keine Rechtschreibfehler vorhanden sein sollten. Dennoch unterlaufen vielen Bewerbern immer wieder Flüchtigkeitsfehler oder sogar grobe Grammatikfehler. Sind in einer Bewerbung Rechtschreibfehler zu finden, wird diese vom Personaler meist direkt aussortiert, denn Fehler in einer Bewerbung zeugen von einer unkonzentrierten Arbeitsweise. Daher empfiehlt es sich, die Bewerbung immer von einer zweiten oder sogar dritten Person gegenlesen zu lassen. Diesen fallen Rechtschreibfehler in der Bewerbung meist viel schneller auf, da sie nicht „betriebsblind“ sind.

Tipp: Nehmt euch Zeit für die Bewerbung und achtet darauf, euren Text nicht zu hastig zu schreiben. Lasst eure Bewerbung vor dem Versand von anderen Personen überprüfen.


2. Aufbau

Prinzipiell sollte das Anschreiben einer Bewerbung nicht mehr als eine Seite umfassen. Deswegen solltest du dich nur auf jene Eigenschaften konzentrieren, die dem Unternehmen wichtig sind. Um Struktur in dein Anschreiben zu bringen, ist es empfehlenswert, zunächst eine kurze Einleitung zu verfassen. In dieser erklärst du, wie du auf das Unternehmen gestoßen bist und warum du genau dort arbeiten möchtest. Anschließend folgt der fachliche Teil. Hier gehst du auf die Aufgaben und Anforderungen aus der Stellenausschreibung ein, indem du diese mit deinen bisherigen Erfahrungen verknüpfst. Im nächsten Absatz hebst du deine Softskills hervor. Welche persönlichen Stärken bringst du mit, die das zukünftige Unternehmen bereichern könnten? Zum Ende hin erklärst du noch deine Bereitschaft, für Rückfragen jederzeit zur Verfügung zu stehen und dass du dich sehr über eine Einladung zum Bewerbungsgespräch freust. Zusätzlich kannst du hier noch deinen Gehaltswunsch und deinen frühestmöglichen Eintrittstermin angeben.

Tipp: Gehe nur auf die Punkte ein, die für das Unternehmen wichtig sind und verfolge stets einen logischen Aufbau im Anschreiben. Generell gilt: So kurz wie möglich, so lang wie nötig!


3. Individualität

Du sitzt vor deiner Bewerbung und weißt nicht, wie du dein Anschreiben richtig formulieren sollst? Damit bist du nicht allein. Viele Personen greifen daher auf Mustervorlagen zurück. Dies solltest du jedoch möglichst vermeiden, da so schnell der Eindruck vermittelt wird, dass dir der Job die Mühe nicht wert ist, dir selbst einen angemessenen Text zu überlegen. Wichtig ist, dass du keine Standardfloskeln verwendest. Personaler kennen solche Floskeln aus dem Effeff und werden deiner Bewerbung daher keine gesteigerte Aufmerksamkeit widmen.
Hast du dennoch keine Lust oder auch keine Zeit, dein Anschreiben selbst zu verfassen und willst keine Mustervorlagen verwenden? Es gibt mittlerweile verschiedene Services, die sich darauf spezialisiert haben, professionelle Bewerbungsunterlagen zu erstellen. Der Testsieger unter Ihnen, Die Bewerbungsschreiber, achtet für dich auf alle der hier genannten Kriterien.

Tipp: Achte stets darauf, keine Standardfloskeln zu benutzen, sondern passe dein Anschreiben individuell auf das Unternehmen und die zu besetzende Stelle an. Falls dir dies nicht gelingen sollte, nutze die Hilfe eines Bewerbungsservice.


4. Formulierungen

Verwende Formulierungen, die deine Motivation hervorheben. Aktive Formulierungen („Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch …“) wirken lebendiger und selbstbewusster als die Verwendung des Konjunktivs („Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zu einem persönlichen Gespräch einladen …“). Dieser lässt dich passiv wirken und wird den Personaler nicht davon überzeugen, dass gerade du der perfekte Kandidat für den Job bist.

Tipp: Wähle eine aktive Sprache. Dadurch fühlt sich der Personaler angesprochen und erkennt, dass du den Job unbedingt willst.


5. Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf sind jedem unangenehm. Vor allem, wenn die Lücke direkt im Vorstellungsgespräch angesprochen wird. Allerdings wird nicht jede Lücke im Lebenslauf direkt negativ gewertet. Oftmals kannst du Lücken sogar positiv darlegen. Eine Weltreise kann beispielsweise zur Verbesserung deiner Sprachkenntnisse oder interkulturellen Kompetenzen beigetragen haben. Gehe selbstbewusst mit deinen Fehlversuchen oder Auszeiten um, schließlich nimmt jeder etwas aus so einer Erfahrung für sich mit.

Tipp: Versuche, deine Lücken nicht zu verschweigen, sondern überlege dir, wie du diese positiv darstellen kannst.


6. Überzeuge mit deinen Fähigkeiten

Du bringst nicht alle Schlüsselqualifikationen mit, die im Stellenprofil gefordert sind? Gib nicht direkt auf. Natürlich hätte jeder Arbeitgeber am liebsten eine eierlegende Wollmilchsau. Wichtig ist, dass du vor allem deine Stärken richtig präsentierst und somit eventuelle Wissenslücken kompensieren kannst. Mache dem Personaler klar, dass du gewillt bist, fehlende Qualifikationen nachzuholen. Dadurch unterstreichst du deine Lernmotivation und den Willen, dich ständig weiterzuentwickeln.

Tipp: Unterstreiche deine positiven Fähigkeiten und vermeide es, über deine Defizite zu schreiben.


7. Motivation, Motivation, Motivation

Unternehmen bevorzugen Mitarbeiter, die fortwährend engagiert bei der Arbeit sind, weshalb bei jeder Bewerbung stark auf die Motivation geachtet wird. Du solltest verdeutlichen, warum du den Job unbedingt haben willst, dass du dich weiterentwickeln willst, dass du stets das Beste für das Unternehmen geben wirst und dass du über eine hohe Arbeitsmotivation verfügst. Du erringst einen großen Pluspunkt bei der Bewerberauswahl, wenn du es schaffst, deine Motivation plausibel hervorzuheben.

Tipp: Hebe deine Motivation hervor!


8. Übersicht schaffen

Einem Personaler sollte nach einmaligem Überfliegen deiner Bewerbung ersichtlich sein, wo deine Stärken liegen. Unterteile deinen Lebenslauf deshalb in Kategorien (z.B. Berufserfahrung, Ausbildung/Studium, Fortbildungen, weitere Fähigkeiten) und nutze Absätze, um einzelne Bereiche sinnvoll voneinander zu trennen. Gib beispielweise bei deinen Anstellungen an, welche genauen Aufgaben du hattest oder nimm erfolgreich abgeschlossene Projekte mit auf. Verwende in deinem Anschreiben und Lebenslauf die gleiche Kopfzeile. Dadurch hat der Personaler, egal auf welcher Seite er gerade ist, immer deine Kontaktdaten im Blick. Hebe Überschriften durch Fettdruck hervor. Weitere wichtige Fakten können durch eine kursive Formatierung abgesetzt werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass weniger manchmal mehr ist.

Tipp: Gliedere deine Unterlagen verständlich, sodass alle wichtigen Informationen direkt erkennbar sind. Nutze Formatierungsoptionen, um besonders relevante Textpassagen hervorzuheben.


9. Der rote Faden

Um einen Leser an eine Geschichte zu fesseln, ist es wichtig, dass ein roter Faden erkennbar ist. Denke daran, wenn du den Personaler durch deinen beruflichen Werdegang führst. Du erzählst ihm, wer du bist, was du bisher geleistet hast und wo du dich in Zukunft siehst. Du solltest dir also vorab überlegen, welchen Fokus du in deinem Anschreiben setzen möchtest. Im besten Fall passt dieser Fokus natürlich zu den Anforderungen der Stellenausschreibung. Fessle den Personaler, sodass er dich unbedingt persönlich kennenlernen möchte.

Tipp: Du solltest dein Anschreiben nicht einfach herunterschreiben, sondern dir vorab überlegen, welchen Fokus du setzen möchtest. Achte darauf, dass dein Fokus zu den Anforderungen und Werten des Unternehmens passt.


10. Auf Kleinigkeiten achten

Oft sind es gar nicht die groben Schnitzer, die dazu führen, dass eine Bewerbung im Papierkorb landet. Es ist die Summe kleinerer Fehler, welche auf eine unkonzentrierte Arbeitsweise und Unachtsamkeit schließen lässt. Folgendes solltest du auf jeden Fall genau überprüfen:

  • Achte darauf, deine Telefonnummer und E-Mail-Adresse richtig zu schreiben. Falls es vorkommt, dass du in beiden Angaben Fehler einbaust, hat die Personalabteilung keine Möglichkeit, dich zu kontaktieren.
  • Überprüfe, ob du die Namen des Unternehmens und Ansprechpartners richtig geschrieben hast.
  • Unter das Anschreiben solltest du stets deine Unterschrift setzen. Was die wenigsten wissen: Auch unter den Lebenslauf gehören Datum und Unterschrift!
  • Kontrolliere, ob alle Zeitangaben im Lebenslauf richtig sind. Bei Unachtsamkeit kann es vorkommen, dass ungewollt eine Lücke im beruflichen Werdegang entsteht.

Tipp: Schicke deine Bewerbung nicht direkt nach Fertigstellung ab. Schlafe am besten eine Nacht drüber und überprüfe dann in Ruhe nochmal alle Angaben. Am besten lässt du deine Bewerbung zusätzlich von einer anderen Person kontrollieren.



Einen weiteren wichtigen Tipp finden ihr im Blog-Beitrag 3 wichtige Kriterien für Deine erfolgreiche Bewerbung